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#121 RE: WG [Abby und Curtis] von Anthony Torvus 25.09.2010 15:15

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Anthony blieb erschrocken stehn und er machte einen grossen Schritt zurück.
"I- i- i- ich...also- weil- weil-"
Er wandte seinen Blick von den beiden ab und streckte den Bestätigungsbrief vom Ministerium aus, als begründung.
Verkrampft hielt sich Anthony an seiner Jacke fest und er trat von einem Fuss auf den anderen.
In diesem Brief wurde er als Francis Parker erwähnt, den neuen Namen hatte sich Anthony noch selbst in seiner Zelle zugelegt.

#122 RE: WG [Abby und Curtis] von Curtis Holloway 25.09.2010 15:20

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Curtis kniff die Lippen zusammen, als die Tür aufging und Anthony unsicher zu ihnen hereintrat.
Sofort lief er zu Joyce und legte ihr beruhigend eine Hand auf die Schulter.
"Ist schon gut. Gib mir den Topf und setz dich auf die Couch."
Er nahm ihr den Topf ab, stellte ihn wieder in die Küche, trocknete sich die Hände ab und lief wieder in das große offene Wohnzimmer.
Curtis bemerkte seine verstört wirkende Art und nahm den Brief des Ministeriums sachte entgegen.
Ja, genau denselben hatte er auch schon erhalten.
"Also, Mister...Parker (?). Mein Name ist Curtis. Guten Tag."
Erst jetzt wurde ihm richtig bewusst, auf was er sich da eigentlich eingelassen hatte.
Dennoch tat es ihm nicht leid.
Nur war er sich sichtlich unsicher, wie anzufangen war.
"Dies ist meine Lebensgefährtin Joyce Bailey. Joyce? Hör zu, der Herr wird uns für einige Zeit Gesellschaft leisten."
Er trat etwas zu ihr zurück und wandte sich entschuldigend zu ihr um.
"Es tut mir leid. Ich habe es wohl vollkommen verschwitzt."

#123 RE: WG [Abby und Curtis] von Joyce Bailey 25.09.2010 15:23

Sie sah zu Curtis und nahm den Brief von Anthony.
"Gut Mr Parker" sie war immernoch misstrauisch und
schaute dann zu Curtis. "Ich hole eben Céline und bringe sie dann ins Bett"

#124 RE: WG [Abby und Curtis] von Anthony Torvus 25.09.2010 15:31

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Anthony stand die ganze Zeit mehr oder weniger unbeteildigt im Raum.
Er hatte den Blick von Joyce und Curtis abgewandt, selbst als sie mit ihm sprachen.
Als Joyce dann ankündigte jemanden zu holen, nahm Anthony einen weiteren Schritt Sicherheitsabstand und er verschränkte unwohl die Arme.
"F- F- Francis", stammelte Anthony und wiederholte das ein paar mal.

#125 RE: WG [Abby und Curtis] von Curtis Holloway 25.09.2010 16:02

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Curtis nickte und rief Joyce dann noch nach: "Sei unbesorgt, ich erklär dir später alles."
Damit ließ er die beiden nach oben verschwinden und wandte sich wieder zu Francis um.
"Willkommen bei uns zu Hause. Ich ähm..."
Er bemerkte, dass dieser selbst dann von ihm wegsah, wenn er ihn ansprach.
Curtis blinzelte, doch seine Miene nahm etwas weicheres an.
Verständnis machte sich breit.
Der arme Kerl hatte in Azkaban gesessen. Und da war es nicht unselbstverständlich, dass er sich so benahm.
Einen Moment überlegte der junge Mann.
"Möchten Sie etwas trinken, Francis? Nehmen Sie doch bitte Platz. Ich zeige ihnen nachher ihr Zimmer. Und ihre Sachen...?"
Curtis sah sich fragend nach einem Koffer oder dergleichen um.
Oder zumindest etwas anderem, was der Fremde mitgebracht haben könnte.

#126 RE: WG [Abby und Curtis] von Anthony Torvus 25.09.2010 16:05

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"Trinken", wiederholte Anthony.
"T- Trinken."
Anthony ballte die Fäuste unter seinen Achseln und begann nervös mit den Fingern herumzuspielen, während er weiterhin den Boden fixierte und nicht Platz nahm.
Anthony hatte nichts mit sich genommen.
Alles was er bei sich hatte, trug er auf dem Leib.
"Trinken."

#127 RE: WG [Abby und Curtis] von Curtis Holloway 25.09.2010 16:14

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Curtis nickte und ging darauf hin in die Küche, um dem armen Kerl ein Glas Wasser zu holen.
Als er wieder zurückkam, stellte er sich neben Anthony hin und blickte zu ihm.
"Bittesehr, Francis. Ihr Glas Wasser. Kommen Sie, wir setzen uns."
Daraufhin legte er ihm fachmännisch die Hand an den Arm, und erzeugte einen leichten Druck, um Francis zum Gehen zu bewegen. Er konnte ja unmöglich die ganze Zeit dort stehen bleiben.
"Haben Sie keine Sachen? Dann müssten wir uns in nächster Zeit darum sicher kümmern. Aber keine Angst, das kommt schon alles in Ordnung."
Er hatte gelernt, mit Patienten zu sprechen, als wären sie nicht anders bemittelt als er selbst.
Das war oberste Priorität.
Man musste einen geistig gestörten nicht noch zeigen, dass ihm etwas ganz offensichtlich fehlte.

#128 RE: WG [Abby und Curtis] von Anthony Torvus 25.09.2010 16:20

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Noch während Curtis sprach - etwas verspätet - riss sich Anthony panisch los von Curtis, indem er einen lauten Schrei von sich gab und seinem Gegenüber das Glas Wasser aus der Hand schlug.
Auf die Berührung hatte Anthony energisch reagiert und er stolperte fluchtartig durch das ganze Wohnzimmer hindurch, auf eines der riesigen, gut geputzten Fenster zu, wo er vor lauter unüberlegtheit die freie Natur schon roch und somit ungewollt mit der Schreibe zusammen prallte.
Anthony fiel zu Boden und fasste sich schmerzlich an der Nase.
Anthony raffte sich wieder zusammen, in Angst, Curtis würde kommen und ihn anfassen.

#129 RE: WG [Abby und Curtis] von Curtis Holloway 25.09.2010 16:30

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Curtis war ein wenig zurückgewichen, als Anthony laut losschrie und ihm das Glas aus der Hand schlug.
Dieses knallte auf den Boden, zerbrach in tausend Einzelteile und verschüttete sämtlichen Inhalt.
Aber der junge Mann machte sich weniger Sorgen darum, als um den entlassenen Häftling.
Er musste furchtbares durchgemacht haben. Und es würde sehr lange Zeit dauern, bis er wieder ein normales Leben beginnen konnte.
Curtis jedoch war zuversichtlich und er folgte ihm auch nicht.
Sondern blieb genau an seinem Platz stehen.
Beschwichtigend hob er die Hände, um Anthony zu signalisieren, dass er ihm nichts böses wollte.
"Francis, Sie sind hier in Sicherheit. Ich will Ihnen nichts böses und sonst auch niemand. Beruhigen Sie sich. Es ist alles gut. Alles gut...alles gut[/size][size=50]..."
Seine Stimme wurde immer leiser, bis sie erstarb und sich seine Lippen schlossen.

#130 RE: WG [Abby und Curtis] von Anthony Torvus 25.09.2010 16:38

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Anthony hatte sich aufgerichtet und er traute Curtis nicht über den Weg.
Sein Gegenüber hatte momentan eher die Stellung eines Folterers und Vaters eingenommen, als die eines Freundes.
Nervös und ganz verspannt griff der Torvus mit der linken Hand nach der Gardine und rieb seine Fingerspitzen daran zur Beruhigung.
Anthony tropften Schweissperlen vor der Stirn und schliesslich - mit seiner Rechten - griff er nach seinem Zauberstab und richtete ihn auf Curtis.
Curtis jedoch war in einem Brief rechtzeitig informiert worden, dass Anthonys Zauberstab abgenommen wurde.
Ihm war ein Holzstab zugeteilt worden, wie jedem entlassenen Häftling, so wenig es davon auch gab, falls er ohne einen panisch würde.
Anthony selber realisierte nicht, wie billig diese Fälschung war, andere jedoch konnten es aus meilerweiten Entfernung bereits erkennen, das der ehemalige Häftling bloss ein Spielzeug in seiner Hand hielt.

#131 RE: WG [Abby und Curtis] von Curtis Holloway 25.09.2010 16:48

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Ja, Curtis wusste bereits bescheid, was ihn dazu veranlasste, das Spiel mit zu spielen und mit gesenkten Händen hinüber zum CD-Player zu laufen, den er einschaltete und ein leises Lied ertönte.
Aus Erfahrung wusste der Heiler, dass Musik sehr beruhigend wirken konnte.
Vielleicht wer es auch hier eine Möglichkeit, zu handeln.
Kaum ertönten die ersten Klänge, trat Curtis ruhig atmend seinen Rückweg an, in dem er rückwärts laufend in die Küche trat.
Er würde den jungen Mann nun für einige Momente alleine lassen.
Dieser musste sich erst einmal an die neue Umgebung gewöhnen.
Musste sich reinfinden, in diese neue-alte Welt.
Und Curtis wollte ihm die Gelegenheit geben, seine Gedanken und Gefühle zu ordnen.
Er wollte, dass Anthony sah, dass ihm niemand etwas tun würde.
Dass er in Ruhe gelassen wurde, wenn ihm danach war.
Niemand würde ihm etwas tun.

#132 RE: WG [Abby und Curtis] von Joyce Bailey 25.09.2010 16:54

Joyce hatte gehört, wie das Glas zerschellen hören und auch Anthonys Aufschrei.
Sie blieb jedoch im Schlafzimmer sitzen.
Mit Céline im Arm hatte sie sich an das Fenster gesetzt und schaute hinaus.
Das kleine Mädchen schlief tief in ihrem Arm und bekam von alle dem garnichts mit.

#133 RE: WG [Abby und Curtis] von Anthony Torvus 25.09.2010 16:55

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Anthony blickte feindselig zu Curtis und beobachtete genaustens seine Schritte.
Als der junge Mann dann in die Küche verschwand, blieb Anthony noch eine kurzen Moment in seiner Haltung stehn und dann löste sich seine Anspannung.
Etwas lief hier im Raum.
Anthony sank den Zauberstab und horchte auf.
Seine Augen waren nun suchend, verwirrt und fragend.
Dieses etwas, das sich Musik nannte, kannte er nicht mehr und so trat Anthony erneut einen Schritt zurück, wobei er an den Fenstersims stiess und er sich wieder an die Gardinen festkrallte.
Curtis war verschwunden, aber etwas war da immer noch im Raum.
Ein Klang, doch es waren keine Schreie.
Der ehemalige Häftling beruhigte sich etwas, kam aus seiner Wut hinaus, doch Angst machte sich in ihm breit und verzweiflung.
Er drehte sich daher um gegen die Gardinen und hielt diese schleierhaft an sich gedrückt, als böten sie einen Platz zum Verstecken.
Schwer atmend und sehr verkrampft stand Anthony am Fenster und er begann leise einige wirre Dinge vor sich herzumurmeln und sie ständig zu repetieren.

#134 RE: WG [Abby und Curtis] von Curtis Holloway 25.09.2010 17:07

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Doch Curtis ließ sich nicht mehr blicken und nach einiger Zeit verklang die Melodie des Liedes und Stille erfüllte den geschützten Raum.
Von draußen war irgendwo ein Hund zu hören. Und ein Kind, das lachte.
Ansonsten nichts.
Keine Laute, den ihn verängstigen konnten.
Er konnte einfach dasitzen und sich daran gewöhnen.
An seine neue Umgebung. An sein neues Zuhause.
Er konnte sich mit der Gewissheit befassen, dass es hier keine Dementoren gab.
Dass es hier nicht kalt war und einsam.
Nur, dass es ruhig war.
Ruhig, damit er Zeit hatte. Zeit, sich auf seine Zukunft einzustellen.
Soweit er dies mit seinem Gedächtnis vereinbaren konnte.

#135 RE: WG [Abby und Curtis] von Anthony Torvus 25.09.2010 17:10

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Es wurde ruhiger und Anthony realisierte das sofort.
Seine Augen glänzten und noch immer hielt er sich schützend an den Gardinen fest, denn sie boten ihm Wärme und Geborgenheit.
Anthony fühlte sich, als hätte er noch nie so etwas schönes und freundliches gesehn wie diese Gardinen.
Am liebsten wäre er sein lebenlang jetzt bei ihnen geblieben.
Und das tat der Gute vorläufig auf.
Er blieb still stehen bei dem Fenster und regte sich nicht mehr.

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