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#1306 RE: Schloss von Tarabas von Tarabas 06.04.2009 23:11

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Der Diener Methusalem öffnete die Tür.
Er musterte kurz den fremden Gast, eingehüllt in sein schwarzes Cape.
Der Diener machte eine höfliche Verbeugung.
"Ja, Sir?"

#1307 RE: Schloss von Tarabas von Marcus 06.04.2009 23:12

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Marcus sah den Diener an.
"Ich möchte mit dem Prinzen reden."
Er hielt kurz inne.
"Mein Name ist Marcus Randel." stellte er sich vor.
Sein linkes Auge leuchtete hellblau auf, als er leicht seinen Kopf hob.

#1308 RE: Schloss von Tarabas von Tarabas 06.04.2009 23:14

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Marcus...Marcus...angestrengt dachte Methusalem nach.
Hätte er doch nur besser aufgepasst in Geschichte. xD
Aber Otopianer schien dieser Vampir nicht zu sein.
"Darf ich erfahren, welchen Prinzen Mr. Randel?"
Einige Soldaten in den Gängen, die die Fakeln hielten, drehten ihre Köpfe und verwundert sahen sie auf Marcus.

#1309 RE: Schloss von Tarabas von Marcus 06.04.2009 23:16

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Marcus senkte wieder den Kopf, man konnte seine augen nicht mehr sehen.
"Prinzen? Mhm, da habe ich wohl einiges verpasst" dachte er.
Marcus legte den Kopf schief.
"Joel Brown."

#1310 RE: Schloss von Tarabas von Tarabas 06.04.2009 23:18

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Methusalem verneigte sich erneut.
"Bitte folgen Sie mir."
Er lief dann los.

--> Joels Räume

#1311 RE: Schloss von Tarabas von Tarabas 12.04.2009 22:01

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König Tarabas stand im Thronsaal.
Er war alleine und alles war dunkel im Raum.
Nicht einmal seine Fackelträger hatte er bei sich gelassen.
Er stand am Fenster und blickte hinaus.
Draussen war Finsternis.
Eine nicht endende Finsternis und die grünen Blitze erhellten den Himmel jeweils für einige Augenblicke.
Tarabas stand aufrecht und seine Augen hatte er verengt.
Nie. Noch nie hatte er einen anderen Ablick gehabt als das.
Als wäre er ein Gefangener im eigenen Schloss.
Pegasus und Joel hatten ihn besucht. Nun waren sie fort.
Die beiden erlebten die Welt und sahen vieles. Veränderungen.
Ob es woanders auch so aussah, wie hier?
So dunkel und so leer?
Wie weit konnte man gehn, wie tief konnte man Fallen oder höher Steigen?
Tarabas blickte nicht nach unten.
Denn unten standen seine Soldaten, das wusste er.
Und weiter vorne, fort von den Soldaten die Frauen und Kinder. Die Familien.

#1312 RE: Schloss von Tarabas von Aleander 09.06.2009 10:52

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Aleander verneigte sich vor König Tarabas.
"Eure Hoheit, die Zauberwelt wurde von den marcusianischen Vampiren eingenommen", sagte er.
"Vielleicht wäre ein kleines Zeichen der Aufmerksamkeit angebracht", schlug er dann vor.
"Man kann schliesslich nie wissen, vielleicht werden sie die Menschenwelt ebenfalls einnehmen, und sie wären somit potentielle, zukünftige Handelspartner."
Tarabas sah finster zu Aleander.
Er streckte dann seine Hand nach einem Kelch Wein aus.
Natürlich, Aleanders Vorschlag war nichts besonderes, und die Neuigkeit hatte Tarabas bereits erfahren.
Doch sein Berater war ihm immer noch treu verpflichtet, so viel musste man ihm lasen.
"Lasse diesem Fürsten mitteilen, dass ich ihm 100'000 Goldstücke zur Verfügung stelle, als kleines Zeichen meiner Wertschätzung. Des weiteren einen otopianischen Schwarzpassdrachen und fünfzig unserer besten Schwerter. Das ist alles. Und geh dann."
Aleander verneigte sich.
"Eure königliche Hoheit."
Der Berater gab sich damit zufrieden und verschwand.

#1313 RE: Schloss von Tarabas von Tarabas 11.06.2009 19:32

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Tarabas sass am Ende des Tisches und um ihn herum die Generäle und Minister.
Eine wöchentliche Sitzung, nichts Besonderes.
Wie immer wurden Vorschläge gemacht und in letzter Zeit drehte sich alles nur noch um die Neuvampire.
Sie waren seit Monaten bereits das zentrale Thema und eine grosse Angst der Minister und Generäle.
Obwohl nicht wenige unter ihnen Neuvampire waren, wollte man nicht mehrere haben, die alt otopianer schienen auszusterben.
Am meisten fürchtete man sich vor zukünftigen Modernisierungsschüben.
"Eure Hoheit, es ist zwingend nötig das wir eingreifen", sprachen die Minister und viele Erklärungen folgten.
Tarabas schwieg Stille, er liess seinen Berater Aleander reden, der an seiner Rechten sass.
Während geredet wurde, schienen Tarabas' Gedanken woanders zu sein, er langweilte sich. Seine Augen schweiften über den Rand seines Weinkelches hinüber auf die kalten Steinplättchen die den Boden dieses Raumes bildeten.
Als nach einer guten Stunde ununterbrochener und teilweise heftiger Diskussion und Auseinandersetzung schliesslich alles verstummte, wandte Tarabas nun endlich wieder seinen Blick in die Runde. Die ganze Zeit vorher hatte er sich keine Notiz davon gemacht. "Jeglicher Handel mit der Menschen- und Zauberwelt wird ab sofort rationiert", sagte Tarabas und seine Schreiber begannen zu notieren.
"Keine Menschen oder Zauberer dürfen Otopia betreten, ausser aus wirtschaftlichen Gründen. Wenn ein Neuvampir Otopia verlässt, aus irgendwelchen Gründen, dann ist es ihm nicht gestattet zurück zu kommen. Er wird automatisch verbannt."
Tarabas stand nun auf und die anderen taten es ihm gleich.
Sie verbeugten sich und Tarabas verliess den Raum.
Dieser Befehl war noch nicht genug, Tarabas hatte noch anderes, was er aber zuerst alleine mit Aleander besprechen würde.
Der König trat hinaus und sein Berater folgte ihm.
Die Minister und Generäle wurden zurückgelassen.
Kaum war der König ausser reichweite, wurde hitzig darüber diskutiert.

#1314 RE: Schloss von Tarabas von Mentor 20.06.2009 23:01

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[ ach man also DAS hasse ich zu schreiben. mein liebster mentor... ]

Milexûs schlug die Türen auf und er stampfte durch die vielen Gänge.
Diener waren ihm hinterher geeilt und weiter vorne stellte ihm sich Aleander in den Weg.
"Ihr seid nicht befugt den Thronsaal zu betreten, Mentor!"
"Geht mir aus dem Weg!"
Er hatte Aleander von sich geschubst und bog um die Ecke.
Ganz aufgewühlt richtete Aleander sein Gewand.
"Ihr seid ein närrischer Tor!", rief er.
"Eure Dummheit wird euch umbringen!"
Doch Milxûs hörte nichts mehr ausser die letzten Sätze, die er von seiner Tochter gehört, schwirrten noch in seinem Gedächtnis.
Der Prinz sollte sterben.
Sein Prinz! Sein Schüler!
Er konnte es nicht fassen.
Diese Grausamkeit!
Wie wagte es Tarabas?
Wie konnte er nur so blind sein?
Wusste er denn nicht, dass Joel ihn verstand?
Es gab hunderte von falschen Leuten, die dem König nur Leid wünschten und ausgerechnet Joel, der ihm nie was getan, sollte nun all ihre Schuld auf sich tragen.
Die Tür sprang auf und Tarabas erhob sich von seinem Thron.
Milexûs hob die Hand und er zeigte auf Tarabas.
"Euch hat der Wahnsinn gepackt! Wie könnt Ihr es wagen?!"
Tarabas zückte sein Schwert augenblicklich.
Nein! Nein, sowas wollte er nicht hören!
Mentor brachte ihn sofort ausser Rage...
Denn Tarabas wusste, würde dieser nur zu viel Wahrheit aussprechen, könnte er sich den Tod von Joel niemals verzeihen.
Milexûs musste augenblicklich zum Schweigen gebracht werden - für immer!
"Ich habe keine Furcht."
Milexûs blieb stehn und fest sah er zu Tarabas, wie dieser auf ihn zu kam.
"Ihr habt euer Leben lang damit vergeu-"
Weiter kam er nicht, denn Tarabas hatte Milexûs den Kopf abgeschlagen und es war aus mit ihm.
Am Boden lag der tote Körper und das Blut breitete sich schnell aus.
Voller Verachtung und Wut, schleuderte Tarabas sein Schwert fort und er lief davon.

[... ]

#1315 RE: Schloss von Tarabas von LajosKremnitz 21.06.2009 14:02

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Es war der Tag.
Joels Todestag.
Die Generäle traten herein und setzten sich auf die Stühle, die vorbereitet da standen.
Auch Lajos Kremnitz trat in die Thronhalle und er setzte sich.
Der Graf hatte als einen der wenigen davon erfahren.

#1316 RE: Schloss von Tarabas von Marcellus 21.06.2009 14:03

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Marcellus sass bereits etwas weiter hinten und er hatte seine Hand auf der Brust.
Von seinem toten Vater hatte er bereits am morgen früh erwartet und er litt sehr.
Es war vieles zu betrauern, doch er musste jetzt Stärke zeigen.

#1317 RE: Schloss von Tarabas von Vladimir 21.06.2009 14:04

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Vladimir kam herein und er zog seine Mütze ab.
Er setzte sich dann schweigend in die fordere Reihe und sah gespannt auf den leeren Thron.

#1318 RE: Schloss von Tarabas von LadyEsther 21.06.2009 14:06

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Zusammen mit ihrem Sohn Edoardo Brown, kam Lady Esther.
Sie trug ein schwarzes Kleid und war in einem schwarzen Schleier gehüllt.
Edoardo setzte sich mit ihr weiter nach hinten.
Er würde Joel treu beistehn.
Was dieser nun durchleiden würde, die Angst und Bitterkeit.
Er wollte sich selbst nicht Worte daraus dichten in Gedanken.
Denn er konnte nicht.

#1319 RE: Schloss von Tarabas von Edo 21.06.2009 14:09

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Edo kam herein, seine Soldaten begleiteten in hier nicht.
Der Merchist blieb vor Vladimir stehen, einen langen Moment blickte er ihn ins Angesicht, wie immer Ernsthaftigkeit zeichnete sein Blick.
Ohne ein Wort um die Stille zu brechen, setzte er sich neben den Merchisten hin.

#1320 RE: Schloss von Tarabas von Feres 21.06.2009 14:10

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Feres betrat die Thronhalle, sein Blick ging über die bereits dasitzenden Anwesenden.
Stumm und ernst setzte er sich etwas weiter entfernd von Edo und Vladimir in der vordersten Reihe hin.

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