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#16 RE: Anwesen: McFadden von Charles McFadden 08.08.2011 20:21

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Charles hatte das, was er auf seinem Zettel geschrieben hatte gehalten.
Nach ein paar Wochen öffnete sich die Tür zum Anwesen und Chalres betrat sein Heim.
Er setzte seine Sonnenbrille ab und blieb abrupt stehen.
Sein Aktenkoffer ließ er zu Bodenfallen und das Geräusch ließ einige Hausmädchen aufschrecken.
Schnell hob ein Mädchen den Koffer auf, doch weit kam sie nicht, denn Charles packte ihre
Haare und hielt sie fest. Er drehte ihren Kopf so, dass sie sah, wie alleine nur
der Eingangsbereich und die Treppen aussahen. Überall lagen leere Chipstüten, alkoholfllaschen und leere
Bierdosen. Ein Bild war zertrümmert und viele Bilder hingen schräg an der Wand oder hatten
einen neuen Platz auf dem Boden. "Wo ist mein Sohn?" fragte er.
Das Hausmädchen hatte versucht seine Hände aus ihren Haaren zu befreien, doch sie schaffte es nicht.
"Er ist oben" sagte sie und wurde promt auf den Boden geschubst. Dabei fiel sie auf den Aktenkoffer und verletzte sich.
Charles stieg die Treppen hoch und er konnte Laute Musik vernehmen.
Die Luft wurde immer stikiger und roch zunehmend nach Rauch, Alkohol und Schweiß.
Er öffnete Skys Zimmertür, ging schnurstracks auf die Musikanlage zu und riss sie zu Boden.
Die Musik verstummte und Charles schaute zum Bett wo Sky mit einem Mädchen lag.
Sie bedeckte schnell ihren Körper mit der Decke und zog den Kopf ein. Peinlich berührt schaute sie auf die Bettdecke,
doch Sky schien nicht ganz zu verstehen was gearde abging.
"Dad... DaddyDaddy Dad!" rief er und hatte anscheinend super gute Laune. Charles Augen verengten sich zu
schlitzen. Umständlich stand Sky auf und zog sich eine Hose an. Dann taumelte er auf Charles zu und wollte ihn umarmen,
doch der packte Sky an der Kehle. Das Mädchen schrie auf und Sky versuchte sich zu befreien.
Er ging in die Knie und starrte seinen Vater an. "Du räumst jetzt das Anwesen auf und dann will ich dich erst wieder sehen,
wenn du verheiratet bist"
zischte Charles bedrohlich. Er sprach klar und deutlich und stieß seinen Sohn dann von sich.
Sky fasste sich an seinen Hals und hustend rappelte er sich auf.
Schnell stand das Mädchen auf und lief auf ihn zu. Damit sie nicht hinfiel, hielt sie sich an ihm fest.
"Du brauchst also eine Frau? Ich bin noch unverheiratet" sagte sie und versuchte ihn zu küssen,
doch Sky schob sie von sich weg. "Geh jetzt" sagte er.
Verwundert ging das Mädchen einige Schritte zurück und blintzelnd schaute sie ihn an.
"Okay, ruf mich an ja?" sie zog sich an und Sky selber begann mit dem Fuß ein paar Klamotten
zu einem Haufen zusammen zu räumen. "Ruf an, okay?" das Mädchen schaute ihn an und Abwesend nickte Sky.
"Jaja, verschwinde jetzt" murmelte er. Das Mädchen schloss hinter sich die Tür und Sky war alleine.
Er schloss die Augen und atmtete tief durch. Seufzend schüttelte er dann den Kopf und räumte die schmutzigen
Klamotten in einen Korb und für den Müll holte er sich einen großen Müllsack.

Nach über zwei Stunden betrat Sky das Anwesen. "Es ist jetzt alles aufgeräumt"
"Gut dann kannst du ja gehen" Charles schaute von seinen Briefen nicht auf.
Sky senkte den Blick. "Ich... ich hab dich lieb" sagte er, nach einem langen Moment des zögerns.
"Ich weine gleich" meinte Charles ausdruckslos und kopfschüttelnd schloss Sky hinter sich die Tür.
Schnellen Schrittes, fast fluchtartig lief er in sein Zimmer, schnappte sich die Sporttasche und verließ das Anwesen.
Er stieg in seinen Wagen und fuhr davon, ohne zurück zu schauen.

#17 RE: Anwesen: McFadden von Charles McFadden 03.02.2012 15:02

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Charles humpelte mit seinem Gehstock durch die Eingangshalle und hielt sich dann an
dem Treppengeländer fest. Er hielt einen kurzen Moment inne.
Dann hob er entschlossen den Blick und setzte seinen Weg fort. Trotz starker
schmerzen, stieg Charles die Treppe hinauf. Stufe für Stufe. Er erreichte die Tür
zu seinem Arbeitszimmer und öffnete sie. Er betrachtete die Verwüstung und wandte sich dann wieder ab.
Sein Weg führte ihn weiter den Korridor entlang und schließlich direkt in Skys altes Zimmer.
Dort saß jemand auf dem Bett, ein Fotoalbum auf dem Schoss und den Blick gesenkt.
"Du hast ihn einfach gehen lassen" sagte die Person und Charles Ausdruck wurde hart und
abweisend. "Wo ist er?" fragte Charles einfach und ging auf die Person zu.
"Du hast ihn wiedereinmal fast umgebracht" "Und es hat nicht geklappt?" Charles klang unbeeindruckt
und trat einen Schritt zurück, als der Mann aufstand und bedrohlich auf ihn zuging.
"Charles Brian McFadden, ich erwarte, dass du deinen Sohn wieder bei dir aufnimmst und
ihn wieder auf den richtigen Weg bringst"
Charles Vater, Brian McFadden, war alt, dennoch
strahlte er etwas aus, was selbst Charles dazu brachte sich klein zu machen.
Er zog leicht die Schultern hoch und nickte. "Oder du landest wieder im Krankenhaus"
"Du willst mir drohen?" fragte Charles, doch so stark und selbstbewusst klang er nicht mehr.
Es war ein kleiner versuch sich gegen seinen Vater aufzulehnen.
"Ja Charles. Dir und der ganzen Smith Sippe" Jegliche Farbe wich aus Charles Gesicht.
"Aber sie sind Tod" "Nein sind sie nicht und das weißt du" Brian ging auf Charles zu und
umfasste seine Schulter. Vor Schmerz verzerrte Charles das Gesicht.
"Ich weiß wo sie wohnen Charles. Ich weiß was dein geliebter Thomas von dir denkt,
ich weiß was für ein Miststück deine Saskia ist"
Brians Griff wurde stärker und
Charles schloss die Augen. "Und ich weiß was für eine Diebin deine Sarah ist"
Brian zwang seinen eigenen Sohn in die Knie und er beugte sich hinunter zu seinem Ohr.
"Und dein Derek, der bald schon im Knast verrotten wird, weil er Dealt und Drogen nimmt"
Brian ließ Charles los und richtete sich wieder auf. "Wenn du ihnen auf nur ein Haar krümmst-"
Charles konnte den Satz nicht beenden, denn der Crucio seines Vaters erreichte
ihn schneller, als er blinzeln konnte. Schreiend vor Schmerz verkrampfte er sich und
wand sich unter dem Blick seines Vaters. "Du vergisst wer ich bin Charles.
Du vergisst es immer wieder."
Brian disappierte und Charles lag immer noch verkrampft auf
dem Boden. Ein Aufschrei folgte, der das ganze Anwesen erfüllte und augenblicklich verstummte alles.

#18 RE: Anwesen: McFadden von Charles McFadden 06.08.2012 23:16

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Charles war nicht stehen geblieben. Er war direkt zum Anwesen gefahren, wobei er zahlrreiche
rote Ampeln überfahren und rücksichtslos andere Autos überholt hatte.
Die Erinnerungen die er verdrängt hatte, kamen zurück und schlugen auf ihn ein.
Sie zwangen ihn in die Knie, obwohl er sich mit aller Kraft wehrte. Es half nichts.
Mit quietschenden Reifen kam er vor dem Anwesen zum stehen. Seine Angestellten schauten
erschrocken zu dem schwarzen Audi R8 und stellten sich schon darauf ein, dass Charles
unglaublich wütend sein würde. Sie hatten gelernt ihm aus dem Weg zu gehen, wenn er länger als 10 Sekunden
in seinem Auto sitzen blieb. Stumm zählte jeder Angestellte die Sekunden. Nach der zwanzigsten
ging die Autotür auf. Angespannt hielten sie alle den Atem an, hielten Charles die Tür auf
und atmteten erleichtert aus, als er schweigend die Treppe hoch humpelte.
Auch wenn er schwach aussah, durfte man ihn nicht unterschätzen.
In seinem Arbeitszimmer angekommen schloss Charles die Tür und drehte den Schlüssel herum.
Er wollte jetzt allein sein. Wie immer. Doch irgendwie war die Stille jetzt drückend.
Sie ließ ihn nicht atmen und er lockerte seine Krawatte um wenigstens ein wenig Luft zu bekommen.
Es fühlte sich an wie damals, als er sie verlassen musste und zu Violet und Sky zurückkehren musste.
Charles fasste sich an den Kopf und schloss die Augen. Ihm kamen die letzten Jahre vor wie
ein langer Traum aus dem er jetzt erst aufwachte. Jetzt erst die Fehler realisierte die sich in sein Leben
eingeschlichen hatten. Charles trat ans Fenster und schaute sich an was er geschaffen hatte.
War das alles? War das die Belohung für das was er aufgeben musste?
Er erinnerte sich an die Nacht zurück in der er seinen Vater aus dem Haus gehen sah. Nichts ahnend was er
eigentlich vor hatte. Dann hatte er es am nächsten Tag in den Nachrichten gesehen.
Und er war Schuld an ihrem Tod. Er allein. Er hätte sie verlassen sollen, als es noch nicht zu spät war.
Er hätte sie retten können, doch er hatte es nicht getan. Sie hätte ein wunderschönes Leben haben können,
mit einem Mann der 100% zu ihr gestanden hätte... doch er hatte es nicht zugelassen.
Es war egoistisch von ihm gewesen, doch er was hätte er machen sollen?
Schließlich war er verliebt gewesen. Vom ersten Tag an, als er sie gesehen hatte.
Sie hatte verloren mit einer Kamera in der Hand am Rande des Flugplatzes gestanden
und hatte brav Fotos gemacht. So wie ihr Vater es verlangt hatte.
Ein lächelnd stahl sich auf Charles Lippen, als er daran dachte, dass er beinahe in ein anderes
Flugzeug reingeflogen wäre, weil er seine Augen nicht von ihr lassen konnte.
Auch erinnerte er sich daran, wie deprimiert er gewesen war, als er sie danach nicht mehr gesehen hatte.
Nachdem er sie dann bei einem Baseball Spiel wiedergesehen hatte, hatte er sich in den Kopf
gesetzt sie nicht noch einmal zu verlieren. Also war er immer in ihrer Nähe geblieben und hatte auf
den perfekten Moment gewartet um sie endlich anzusprechen.
Doch da sie immer unter Leuten war, musste er sich etwas ausdenken.
Charles saß nun in seinem Schreibtischstuhl und hielt eine alte goldene Uhr in der Hand.
Er hatte sie ihrem Vater geklaut und es so aussehen lassen, als hätte er sie auf dem Flugplatz vergessen.
Nur damit sie wieder zurück kam um sie zu holen.
Dann hatte er sie endlich angesprochen, weil er der 'Finder' gewesen war...
Lächelnd strich Charles über das Ziffernblatt. Die Uhr war längst stehen geblieben, doch sie glänzte noch wie früher.
Tief atmtete Charles durch und legte die Uhr zurück und lehnte sich ein wenig zurück.
Am liebsten würde er die Zeit zurückdrehen um seinen Vater aufzuhalten...
Plötzlich schaute Charles auf. Es war wie ein Geistesblitz. Er stellte sich nur eine Frage:
Was hatte er getan?
Sein Blick fiel auf Sky. Was hatte er seinem Sohn angetan? Seinem einzigen Sohn?
Er hatte ihm das Gefühl gegeben unwichtig zu sein. Ungewünscht zu sein!
Er nahm das Bild in die Hand und strich über den vergoldeten Bilderrahmen. Was hatte er seinen
Kindern nur angetan nur um eine Lüge aufrechtzuerhalten?
Er hatte ihnen ihre Mutter genommen. Ohne Skrupel.
Charles stand auf und verließ humpelnd das Arbeitszimmer. Er lief den Korridor entlang,
die Treppe hoch und klopfte an Skys Zimmer. Er öffnete sie. Sky war seit einer Woche wieder bei ihm.
Auf Wunsch seines Großvaters war Sky wieder in das verhasste Anwesen zurückgekehrt.
Charles betrachtete seinen Sohn, wie er auf dem Bett saß und desinteressiert von seinem Buch aufschaute.
'Bist du verrückt? Charles wie kannst du soetwas nur sagen?' Er sah Diana vor sich, wie sie ihn
vorwurfsvoll anschaute. 'Charles, weißt du eigentlich was du gerade gesagt hast?'
'Es fällt mir schwer Sky zu lieben' hatte er geantwortet. Daraufhin hatte er von Diana eine
Ohrfeige bekommen. 'Sky kann nichts dafür was sein Vater macht. Er kann nichts dafür, dass du ein
Doppelleben führst'
Sie hatte damals auf ihn eingeredet. 'Du musst es tun. Er ist dein Sohn'
"Was ist?" fragte Sky plötzlich und blätterte eine Seite weiter.
Schweigend stand Charles in der Tür. Er betrachtete das Werk, was er geschaffen hatte.
Einen arroganten Mann, der sich für niemanden interessierte außer für sich selber, denn die
Person für die er sich interessierte, hatte er vernichtet.
"Was ist das für ein Buch?" fragte Charles plötzlich und ging auf Sky zu.
Argwöhnisch schaute Sky zu ihm hoch und hielt das Buch hoch, sodass Charles den Titel lesen konnte.
"Griechische Mythologie?" Er warf einen Blick auf die Kapitelüberschrift. "Hades und Persephone? Die kenne ich."
Sky zuckte mit den Schultern. "Sogar sehr gut" fügte er leise hinzu und ging wieder auf die Tür zu.
"Hey Dad" Charles drehte sich wieder zu Sky. "Wolltest du mir nicht was sagen? Mich wieder schlagen oder so?"
spott schwang in Skys Stimme mit und herausfordernd schaute er ihn an.
"Ich denke ich bin zu alt dafür... und ich wollte die nur sagen..." Charles schaute Sky an und lächelte.
"Ich bin stolz auf dich Sky. Ich hätte meinen Vater schon längst umgebracht"
Unberührt stand Sky auf und verschränkte die Arme. "Dabei hat er dir das Gleiche angetan"
Charles lachte leise und schaute zu Boden. "Mag sein. Dennoch... bin ich mir sicher, dass du es besser
machen wirst als ich oder dein Großvater... oder dein Urgroßvater... du bist und bleibst mein einziger Sohn, Sky."
ernst schaute Charles ihn an.
"Und daran wirst weder du, noch sonstjemand nichts ändern." mit diesen Worten drehte Charles sich um,
schloss Skys Tür und ließ ihn allein.

#19 RE: Anwesen: McFadden von Sky McFadden 04.09.2012 22:25

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Sky hatte seinen Koffer gepackt und lief die Treppe hinunter.
"Dad ich hau ab" rief er und lief durch die Eingangshalle.
Er hörte Charles Gehstock auf dem Boden aufgkommen und dann hörte er die Stimme
seines Vaters. "Wo gehst du hin?" fragte dieser und kam langsam die Treppe hinunter.
"Nach Paris." erklärte Sky und drehte sich zu ihm. "Mit Saphira" fügte er hinzu. "Spontan"
Sky lächelte und half Charles bei den letzten Stufen.
"Überrascht du sie?" hakte sein Vater nach und nickte anerkennend, als Sky es bestätigte.
"Lass dich nicht aufhalten Sky" Sein Vater deutete auf die Tür und schaute seinem Sohn dann hinterher.

#20 RE: Anwesen: McFadden von Sky McFadden 24.12.2012 13:13

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[Ich weiß, dass es eig sommer sein sollte, aber ich möchte trotzdem gerne Weihnachten haben =D]

Im Anwesen herrschte wie jedes Weihnachten stress pur.
Charles war gereizt und die Angestellten hatten darunter zu leiden.
Das Essen musste gekocht werden, die Kuchen und Plätzchen gebacken und der Tisch
perfekt dekoriert werden.
Der übertrieben pompööse ^^ Tannenbaum im Wohnzimmer war lieblich mit roten und goldenen Kugeln,
sowie mit ein paar Strohsterchen und Figürchen geschmückt. Das Licht an der Tanne strahlte eine
ungewohnte Wärme auf, doch sie schafften es nicht das kalte Anwesen zu wärmen.
Während Charles Patrouille durch die Küche und durch das gesamte Anwesen lief,
stand Sky in seinem Zimmer und zog sich um.
Erst als alle eingetroffen waren, stieg er die Treppen hinunter und begrüßte alle.
Fast alle waren da und kaum hatte Sky den Raum betreten, kam auch schon Aaron auf ihn zugerannt.
"Sky!" rief er vor freude und lächelnd hob er ihn hoch. Er begrüßte die Fletchers, die Lavies, die Monroes,
die McFaddens, und und und. Alles schien perfekt zu sein, doch Charles entdeckte jeden kleinen Fehler und
führte seine Angestellten gerne vor. Linda schüttelte dabei immer wieder den Kopf, denn schon oft
war sie bei solchen Festen die jenige gewesen, die irgendwann runter gegangen war, um die armen Mädchen
zu trösten. Marlon nahm Aaron an sich, als es Zeit wurde zu essen und warf ihm einen belustigten Blick zu.
Genervt verdrehte Sky die Augen und setzte sich neben seine Schwester, die ausnahmsweise aus Amerika zurückgekommen war.
Rechts von ihm, saß sein Großvater und gegenüber sein Vater. Insgeheim war er froh, dass er seine
Schwester abgeschirmt hatte.
Nachdem zwei Köche wegen der Suppe und dem Nachtisch vorgeführt wurden- obwohl alles in Ordnung war-
stand Sky auf und gab vor, noch etwas erledigen zu müssen. "Ich bin heute abend wieder da" sagte er und
deutete eine Verbeugung an. Er wandte sich ab und stieg die Treppen zu seinem Zimmer hoch.
"Na dann..." murmelte er, zog sich schwarze Hose, Stiefel und roten Mantel an. Die Tür
öffnete sich plötzlich und genervt schaute Sky zu der grinsenden Linda. "Süß" sagte sie,
richtete die rote Mütze, den weißen Bart und holte dann ihren roten Lippenstift heraus.
Protestierend hob Sky die Hände "Nein! Ich habe schon diese Wette hier verloren. Das ist erniedrigend genug!"
Augenverdrehend fasste Linda ihn am Kinn und malte seine Wangen rot. "Aaron darf dich nicht erkennen
und Alina auch nicht" sagte sie und verrieb die rote Farbe. Belustigt schaute sie ihn an.
"Und jetzt läufst du am besten ein paar Runden draußen rum. Schließlich kommst du ja von draußen"
mit diesen Worten drückte sie ihm den großen braunen Sack in die Hand.
"Das bekommen die alles wieder" drohte Sky genervt und tat wie ihm geheißen.
Linda ging zurück, blieb vor dem Wohnzimmer stehen und atmtete tief durch. Dann rannte sie
zum Tisch. "Aaron! Alina! Kommt schnell... der Weihnachtsmann!" rief sie, hob Alina hoch und nahm Aaron bei
der Hand. Beide Kinder machten große Augen und ließen sich zum Fenster führen.
Marlon schnippte mit dem Zauberstab und plötzlich flog etwas durch die Luft, was
aus Kinderaugen aussah, wie ein Schlitten. "Papa!" rief Aaron und zeigte auf das fliegende Etwas.
Brian verdrehte genervt die Augen, doch Charles musste sich ein Lächeln verkneifen.
Plötzlich hörte man ein polltern und gespannt hielten Aaron und Alina den Atem an.
"Ho Ho Ho!" dröhnte eine tiefe Stimme und betrat das Esszimmer.
Cedric und hielt sich die Hand vor den Mund und drehte sich weg, damit er nicht laut loslachen musste.
Auch Marlon biss sich auf die Unterlippe und damit waren die beiden nicht die einzigen.
Sky alias Santa lief durch den Raum. Er hatte seinen Mantel ausgestopft, denn einen durchtrainierten
Weihnachtsmann gab es nicht. Daher schleppte er sich zu Aaron, der Alina an der Hand hielt und
mit großen Respekt zu ihm hoch schaute. "Bist du der Weihnachtsmann?" flüsterte er ehrfürchtig und
Sky kniete sich zu den beiden runter. Alina versteckte sich hinter Aaron.
"Ja kleiner Aaron" antwortete er ihm und schaute zu Alina. Er streckte ihr die Hand entgegen.
"Du brauchst doch keine Angst vor dem Weihnachtsmann zu haben" sagte er mit tiefer Stimme
und stand wieder auf. "Und ratet mal, was ich dabei habe!" er hob den braunen Sack hoch und stellte ihn auf den Tisch.
Alina klatschte freudig in die Hände. "Geschenke!" sagte sie.
Sky lächelte und öffnete ihn. "Oh, was haben wir denn hier?" er nahm ein großes Paket aus dem Sack
und beugte sich zu Alina runter.
"Ich hoffe es ist das, was du dir gewünscht hast kleines Fräulein. Frohe Weihnachten" sagte er und schüchtern
nahm Alina das Geschenk an sich. "Alina, was sagt man?" Chloé schaute abwartend zu Alina.
Erschrocken und entschuldigend schaute sie zu dem Weihnachtsmann. "Danke Herr Weihnachtsmann" sagte sie
und lief zu ihren Eltern. "Und was bekomm ich?" fragte Aaron aufgeregt. "Aaron. Sei nicht unhöflich" wies Marlon
ihn an. "Ach das macht doch nichts" wank Sky ab und schob, bevor er Aarons Geschenk aus
dem Sack holte, einen Keks in den Mund. "Die sind wirklich sehr lecker" verkündete er und kramte
dann Aarons Geschenk hervor. "Hier mein Kind. Frohe Weihnachten" sagte er und aufgeregt nahm Aaron es an sich.
"Danke! Vielen Dank!" sagte er aufgeregt und lief zu Marlon.
"So und dann kommen wir zu..." Sky holte ein weiteres Geschenk heraus. "Charles!" er schaute sich um
und tat so, als würde er nicht wissen wer 'Charles' war. Ein wenig verwundert stand Charles auf
und kam, gestützt auf seinem Stock, zu Sky. "Frohe Weihnachten Va-Charles" Sky überreichte das Geschenk.
"Danke" sagte er kurz angebunden und begab sich zurück zu seinem Platz.
Sky verteilte weiter Geschenke, bis nur noch eins über war. "Wen haben wir denn da..." verwirrt hielt er inne und
räusperte sich. "Sky" rief er dann und schaute zu Marlon. "Wo ist Sky?" fragte er dann und kam sich nun doch
ein wenig blöd vor. Aber er war auch neugierig. Was hatte man ihm geschenkt?!
Marlon stand auf. "Der ist gerade nicht da. Unterwegs. Er kommt heute abend wieder. Soll ich es mitnehmen?"
Empört schnappte der Weihnachtsmann nach Luft. "So? Dann hat er das Geschenk eigentlich nicht verdient"
"Doch!" Aaron schaute zu dem Weihnachtsmann. "Doch Herr Weihnachtsmann! Er ist immer brav gewesen
und hat sogar auf mich aufgepasst"
Auch Charles nickte plötzlich. "Ja, da gebe ich ihm Recht.
Er hat nichts böses getan, chrm, das ganze Jahr über"

Ein kleines Lächeln stahl sich auf Skys Lippen und er atmtete tief ein. "Na gut. Es ist schließlich Weihnachten!"
Das Geschenk gab er Marlon und plötzlich erfühlte das klingeln der Glocken den Raum.
"Oh ist es denn schon so spät? Ich muss weiter!" rief er und stopfte sich noch ein paar Kekse in den Mund.
"Fröhliche Weihnachten!" rief er und stapfte aus dem Raum.
Immernoch mit großen Augen schaute Aaron ihm hinterher. "Wow..." murmelte er und machte sich
dann ans Geschenke auspacken.

#21 RE: Anwesen: McFadden von Cyrill 29.01.2013 15:29

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23.15 Uhr.
Bei Sky klingelte das Handy.
Dracos Anrufprofil war zu sehen.

#22 RE: Anwesen: McFadden von Sky McFadden 29.01.2013 15:58

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Mit dem klingelnden Smartphone lief Holly, ein Hausmädchen der McFaddens die Treppen hoch.
Sie klopfte an Skys Zimmertür und trat dann ein.
Erschrocken hielt sie sich eine Hand vor das Gesicht und streckte ihm dann das Handy hin.
Sky, der nur in Boxershort da stand grinste breit und nahm ihr das Handy ab und schaute
auf den Bildschirm. Verwundert nahm er dann ab und schob Holly aus seinem Zimmer.
"Hey Draco, was gibts?" fragte er und knallte die Tür zu.

#23 RE: Anwesen: McFadden von Sky McFadden 10.06.2013 18:32

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Martin hatte Sky nach Hause gebracht und ihn in sein Zimmer gebracht.

Sky träumte. Er war in Frankreich. Er war zu Hause.
Er saß im Garten, zusammen mit seiner kleinen Schwester. Doch waren sie keine Kinder.
Die Sonne schien warm auf sie hinunter und die Blumen blühten in ihrer ganzen Pracht.
Auf der Veranda saßen sein Vater und seine Mutter und beobachteten ihre Kinder.
Philomena flechtete einen Kranz aus Blumen. Sky dagegen hielt ein Buch in der Hand.
Er betrachtete es und erkannte es.
Damals hatte er es immer gelesen, wenn er nicht schlafen konnte. Es handelte von Drachen und Rittern.
Sky schaute zu seiner Schwester und betrachtete sie lächelnd. Dann wanderte sein Blick zu seinen Eltern.
Er stand auf, doch als er einen Schritt auf seine Eltern zu tat, verdunkelte sich schlagartig der Himmel. Sky begann zu rennen,
doch er schien sich nicht von der Stelle zu bewegen. Seine Mutter schaute ihn lächelnd an, hob die Hand und
löste sich in Luft auf. Immer noch rannte Sky und mit jedem Schritt entfernte sich das Anwesen mehr und mehr.
Während er rannte, schaute er hinter sich und blieb stehen. Philomena stand mit dem Blumenkranz in der Hand da
und wank ihm lächelnd zu.
Als Sky wieder nach vorne sah, war das Anwesen verschwunden und er befand sich in England.
Sein Vater stand gemeinsam mit seiner Mutter vor der großen Tür des neuen Anwesens. Es war groß und protzig.
Ganz anders als das andere in Frankreich. Charles hielt seinem Sohn die Hand hin und die Tür hinter ihm wurde geöffnet.
Langsam kam Sky näher, doch war es seine Mutter, die er ansah.
„Mom“ wisperte er. Violett hob die Hand, berührte Sky an der Wange und begann zu lächeln.
Plötzlich verdunkelte sich der Himmel und Sky wurde von einer unsichtbaren Hand zurückgezogen.
Er versuchte sich zu wehren, doch er sah zu, wie seine Mutter sich abwandte und im Anwesen verschwand.
Charles dagegen blieb stehen und hielt ihm die Hand hin. Sky streckte seine Hand aus, um die seines Vaters zu erreichen,
doch er wurde immer weiter zurückgezogen. „Nein“ panisch begann Sky zu rennen, doch er schien sich nur noch weiter zu entfernen.
Dann wurde Sky schwarz vor Augen.


Sky schlug die Augen auf und legte seine Hand an seine Wange, wo seine Mutter ihn berührt hatte.
Erst jetzt viel ihm auf, dass er nicht mehr im Wald war, sondern in seinem Zimmer.
Langsam drehte er seinen Kopf und sah, dass seine Kleidung über einen Stuhl gelegt wurde. Aber wie war er hier hergekommen?
Diese Frage hatte er sich schon viel zu oft gestellt, doch jetzt interessierte es ihn wirklich.
Langsam setzte Sky sich auf und fasste sich an den Kopf. Müde und nur mit halb geöffneten Augen, schlüpfte er aus seinem Bett
und schwankte in sein Badezimmer. Sky schloss die Augen, gähnte und streckte sich, während er zu seinem Waschbecken ging.
Als er die Augen wieder öffnete blieb ihm die Luft weg.
Ein schriller Schrei erschütterte das Anwesen der McFaddens. Kaum war er verstummt, folgte ein weiterer, diesmal panischer Schrei.
Im Arbeitszimmer schauten Charles und Martin sich an. „Er ist wach“ stellte Martin nüchtern fest und
ehe er sich abwenden konnte, um zu Sky zu gehen wurde die Tür auch schon aufgerissen. Belustigt schaute Martin zu Sky.
Unbeholfen stand der kleine Sky nur in Unterhosen und übergroßen Pulli in der Tür und
wischte sich hastig die Schreckenstränen von der Wange. Charles atmete durch und ging dann auf seinen Sohn zu.
Er packte ihn am Kinn und drehte es nach links und rechts, als würde er immer noch nicht glauben,
was mit seinem Sohn passiert war.
„Martin und Marlon haben dich so im Wald gefunden. Verjüngt. Genauso wie Marlons Hund“ sagte Charles,
als würde er Skys Gedanken lesen können. Er hatte es wahrscheinlich auch getan schoss es Sky durch den Kopf.
Beschämt wandte er den Blick ab und schlang seine Arme um seinen Oberkörper. Unter dem Stoff fühlte er nichts als Kinderspeck.
Sky kam sich schwach vor. Charles nahm seine Hand von Skys Kinn und richtete sich wieder auf.
„Ich wurde verjüngt?“ fragte Sky und erschreckte sich vor seiner eigenen Stimme, die den Stimmbruch
noch nicht miterlebt hatte. Vorsichtig hob er den Blick. Jetzt war sein Vater wieder so riesig und
in Sky machte sich wieder die Angst breit. „Du bist nicht älter als 11 oder 12“ sagte Charles und
ging zu seinem Schreibtisch. „Adrina!“ rief er und Sky zuckte zusammen. Sekunden später wurde die Tür geöffnet.
Eine junge Frau stand darin und senkte den Blick. Ehe sie etwas sagen konnte, fuhr Charles fort.
„Nimm den Jungen mit, Kleide ihn anständig ein und mach ihm etwas zu essen“
Skys Magen zog sich zusammen und Panik machte sich wieder in ihm breit. Den Jungen?
Er war doch Sky. „Aber-“ sagte Sky schwach, doch Charles hob nur die Hand, als Zeichen, dass
Sky den Mund halten sollte. Dies tat er auch, doch schaute er hilfesuchend zu Martin.
Dieser beachtete ihn nicht, doch schien dieser auch über Charles Ausdruck nachzudenken.
„Komm“ sagte Adrina zögernd und nahm Skys Hand, doch dieser zog sie reflexartig weg.
„Lass mich“ fuhr er sie an und drehte sich wieder zu seinem Vater.
Er sah, wie die Hände seines Vaters sich um seinen Zauberstab schlossen und er sich bedrohlich von seinem Stuhl erhob.
Noch einmal nahm Adrina die Hand von Sky. Diesmal ließ er es zu und er ließ sich aus dem Arbeitszimmer ziehen.
Mit gesenktem Blick folgte er ihr. Adrina redete ruhig auf ihn ein und merkte nicht, wie Sky sich anspannte.
Plötzlich pfefferte er wütend eine Vase von einer Kommode, die rechts an der Wand stand und rannte blind los.
„Hey!“ Adrina blieb stehen und schaute zu den Scherben und der Blume hinunter.
Sie überlegte, ob sie ihm nachgehen sollte, oder erst die Scherben beseitigen sollte.
Seufzend kniete sie sich hin und räumte die Scherben weg. Ärger würde es sowieso geben. Sky jedoch interessierte das nicht.
Er flüchtete in sein Zimmer und versteckte sich unter der Bettdecke.
„Das ist alles nur ein Albtraum… das ist nur ein Traum…“ wiederholte er leise und hielt sich die Augen zu.

#24 RE: Anwesen: McFadden von Martin Fletcher 10.06.2013 18:40

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„Was hast du vor?“ fragte Martin sofort, nachdem die Tür ins Schloss gefallen war.
Charles setzte sich wieder hin und griff nach seiner Feder. „Den Jungen?“ wiederholte Martin und
schaute Charles mit gehobener Augenbraue an. „Ist er jetzt nicht mehr dein Sohn?“ fragte er weiter.
Genervt verdrehte Charles die Augen. „Doch natürlich“ sagte er. „Aber-“ „Aber was?“ fuhr Martin ihn an und ging auf ihn zu.
Er stützte sich auf dem Schreibtisch ab und schaute Charles an. Er hielt seinem Blick stand, bis Charles sich abwandte.
„Die Leute dürfen nicht erfahren, dass Sky jetzt ein kleiner Junge ist“ erklärte Charles und schrieb weiter.
Kopfschüttelnd wandte Martin sich ab und lief in dem Arbeitszimmer auf und ab. Er verstand Charles manchmal nicht.
„Brandon McFadden“ sagte Charles plötzlich, doch dann schüttelte er den Kopf. „Nein, nicht McFadden“ murmelte er und
strich etwas auf dem Pergament durch. „Fletcher“ sagte er dann und schaute Martin an.
Dieser hielt inne. Hatte er sich gerade verhört? „Du willst mir ein Kind unterjubeln?“ fragte er,
doch Charles schüttelte wieder den Kopf. „Sky wird als Brandon Fletcher bei dir Leben. Er ist dein unehelicher Sohn“
beschloss er und schien zufrieden. „Seine Mutter ist umgekommen und da er keine nächsten Verwandten hat, kommt er zu dir.“
Redete Charles weiter und schien darin kein Problem zu sehen. Martin jedoch schüttelte den Kopf.
„Wie dramatisch“ kommentierte er düster und verschränkte die Arme. „Nein. Das kannst du nicht machen“ sagte er dann und
war überhaupt nicht damit einverstanden. „Es ist schon eine Schande für Sky, dass er jetzt wieder 11 ist.
Aber dass du ihn dann auch noch fortschickst… Charles, Sky braucht jemanden der ihn kennt.“
Martin schaute
Charles eindringlich an und hoffte, dass er zur Vernunft kommen würde.
„Brandon McFadden. Und wenn jemand fragt, dann ist er dein Sohn. So wie es auch ist“ schloss Martin bestimmt.
Manchmal konnte man die Wahrheit nicht vertuschen, sondern musste damit leben. Er machte eine kurze Pause,
in der er sich ein paar Kekse von Charles Tisch nahm. „Schick ihn nach Hogwarts.“ sagte er und Charles hob den Kopf.
„Hogwarts?“ fragte er verwundert und schien zu überlegen. Er warf einen Blick auf seinen Kalender.
Das Schuljahr war schon bald vorbei und Sky könnte dann im nächsten Jahr in die erste Klasse gehen.
„Dann hast du ihn wenigstens nicht am Hals“ scherzte Martin und aß die Kekse auf.
„Was wird aus dem richtigen Sky?“ fragte er nach einer Weile und schaute interessiert auf das Pergament.
„Er kann nicht hier bleiben. Zumindest müssen die Leute denken, dass er weg ist.“ antwortete Charles.
„Sagen wir, er ist in Amerika. In meiner Firma“ sagte Martin. „Dann wird keiner Fragen“ Martin nahm das Pergament an sich und
faltete es. „Den Papierkram erledige ich“ Charles nickte einverstanden und begann ein weiteres Pergament zu beschriften.
Kurz hielt er inne und schaute Martin an. „Bleibst du zum Essen?“ fragte er.
„Nein, danke. Aber ich wünsche dir noch ein paar schöne Wochen mit Sky- ich meine Brandon“ belustigt grinste Martin
in sich hinein und verließ dann das Anwesen.

#25 RE: Anwesen: McFadden von Charles McFadden 10.06.2013 18:49

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Adrina hatte es irgendwie geschafft Sky dazu zu bewegen sich zu waschen und seine alten Sachen anzuziehen.
Schweigend saß Sky am Tisch und wartete auf seinen Vater, damit sie mit dem Abendessen beginnen konnten.
Sky kam sich unglaublich allein vor. Alles war größer und er wusste nicht, wie er sich verhalten sollte.
Anscheinend sollte er nicht mehr Sky McFadden sein. Daher hatte er seitdem auch geschwiegen. Sky zuckte zusammen,
als er hörte, wie eine Tür im oberen Geschoss zufiel und jemand die Treppe hinunter kam. Als die Tür aufging,
hob Sky den Blick und straffte die Schultern. Er war zwar klein, doch wollte er versuchen nicht ängstlich oder mickrig auszusehen.
Doch kaum saß sein Vater vor ihm, ließ er die Schultern wieder hängen und sackte ein wenig in sich zusammen.
Charles schaute seinen Sohn schweigend an und seufzte. Das Essen wurde serviert und
Charles schickte seine Angestellten hinaus. Verwundert schaute Sky zu, wie sie alle das Esszimmer verließen und
leise miteinander tuschelten. Skys Magen zog sich zusammen, als die Tür ins Schloss fiel.
Schweigend senkte Sky den Blick und stocherte mit seiner Gabel im Salat herum.
Als Charles sich räusperte, fiel ihm vor Schreck die Gabel aus der Hand und landete auf dem Boden.
Mit klopfendem Herz hob Sky sie schnell auf und setzte sich wieder hin. Sorgsam legte er die Gabel neben seinen Teller und
atmete zitternd ein. Er musste sich zusammenreißen. Zwar schien er ein Kind zu sein, dennoch war sein Verstand 23 Jahre alt und
bald sogar 24. „Also“ begann Charles und räusperte sich wieder. „Du wirst im Sommer wieder nach Hogwarts gehen“
Charles machte eine kleine Pause indem er einen Schluck aus seinem Weinglas trank.
„Als Brandon McFadden“ fügte er dann hinzu und begann zu essen. Stumm beobachtete Sky seinen Vater und
versuchte aus den wenigen Informationen schlau zu werden.
„Brandon… McFadden“ wiederholte er leise und verzog das Gesicht. Warum nicht Sky?
„Und was ist aus mir geworden? Also Sky? Was ist mit ihm-mir?“ Sky war verwirrt und schaute seinen Vater an.
„Sky ist in Amerika. Du hast dort eine Wohnung und arbeitest in Fletchers Firma“ erklärte Charles und
versuchte seine Gedanken zu ordnen. Er musste sich angewöhnen von Sky in der dritten Person zu reden,
obwohl er ihm gegenüber saß. „Und- und mein Vater…“ „Bin natürlich ich“ unterbrach Charles ihn verständnislos.
Zögernd trank Sky einen Schluck Orangensaft und zeichnete mit seinem Zeigefinger unsichtbare Muster in die Tischdecke.
„Sky- ich meine-“ Charles schüttelte leicht den Kopf und Sky hob den Blick. „Iss“ wies Charles ihn dann an und
trank einen großzügigen Schluck Wein. Sky tat wie ihm geheißen und würgte ein paar Kartoffeln hinunter.
Ob sein Vater enttäuscht von ihm war? Aber er ließ ihn ein McFadden bleiben… doch zu welchem Preis?
Wieder ließ er das Besteck senken und nahm seinen ganzen Mut zusammen. „Und meine Mutter?“ fragte er und
spürte wie sein Magen sich wieder zusammen zog. Charles hielt inne und schaute ihn an. Er hätte damit rechnen müssen,
dass Sky diese Frage stellen würde. Schließlich war es wichtig, dass er wusste woher er kam und
für wen er sich eigentlich ausgeben musste. Doch tief in seinem inneren spürte er,
dass Sky diese Frage gezielt gestellt wurde und nicht nur daher gesagt war.
„Deiner Mutter…“ begann Charles und schüttelte den Kopf. Ihm gefiel die Wendung des Gesprächs überhaupt nicht.
„Such es dir aus“ sagte er daher und aß weiter. Sky nickte leicht und trank wieder einen Schluck.
„Meine Mutter war eine wunderschöne Frau.“ entgegnete er und Charles hielt inne.
„Sie hat dich kennen gelernt, als… als wir noch in Frankreich waren. Ihr seid euch begegnet und du hast dich in sie verliebt.
Mom war natürlich schon Tod.“
Skys Miene verhärtete sich und Charles sah den Frust in Skys Augen.
„Und dann kam eins zum anderen. Du bist nach England abgehauen, weil es langweilig wurde und
sie hat kurze Zeit darauf einen Bastard geboren“
Charles stand auf und gab Sky eine Ohrfeige.
Daraufhin folgte noch eine. „Adrina!“ rief er dann und Sky senkte den Blick.
Stumme Tränen rannen über seine brennenden Wangen, doch er wagte es nicht einen Laut von sich zu geben.
Die Tür öffnete sich. „Deine Mutter ist Tod und du wurdest zu mir gebracht, weil du sonst niemanden hattest.
Du bist reinblütig und hast meinen Namen angenommen, damit dein Leben einfacher wird“
sagte Charles, packte sein Kinn und
zwang ihn so ihn anzusehen. „Martin hat dich in Frankreich ausfindig gemacht und dich zu mir gebracht“
Charles griff wurde fester und sein Blick wurde eiskalt. „Wage es nicht noch ein Wort über deine Mutter zu verlieren“
drohte er ihm. „Und unterstehe dich so über mich zu reden“ Sky senkte den Blick und ein Schauer lief ihm über den Rücken.
Er mochte vielleicht den Verstand eines Erwachsenen haben, doch war er dadurch seinem Vater bei weitem nicht überlegen.
Erleichtert atmete er aus, als Charles von ihm abließ.
„Adrina, mein Sohn ist heute Morgen abgereist. Ich denke er hat nichts dagegen, wenn Brandon sein Zimmer bekommt.“
sagte Charles an das Hausmädchen gewandt und ging auf sie zu.
„Bringe ihn hoch und sie zu, dass er mir vor morgen Mittag nicht mehr unter die Augen kommt“ Charles verließ das Esszimmer und
ließ Sky und Adrina zurück. Sky versuchte mit dem Ärmel seines Pullovers die Tränen zu trocknen,
doch Adrina hielt ihn davon ab. „Nicht, du verschmutzt ihn nur“ sagte sie und reichte ihm ein Taschentuch.
Sky jedoch ignorierte ihre Hilfe und ging schweigend an ihr vorbei. Adrina folgte ihm und legte ihm dann eine Hand an den Rücken.
Mit leichtem Druck bewegte sie ihn vorwärts. „Wie heißt du denn?“ fragte sie dann, als sie die Treppe erreicht hatten.
Sky jedoch schwieg immer noch und begann dann zu rennen. Er nahm zwei Stufen auf einmal und
verschwand im nächsten Korridor. Seufzend schaute Adrina ihm hinterher und schüttelte den Kopf.
Sie folgte ihm langsam und war erleichtert, als sie ihn in Skys Zimmer wieder fand. Nicht auszudenken was passiert wäre,
wenn er Charles begegnet wäre.
„Du bleibst hier, bis ich dich morgen hole, okay?“ sagte sie und zog die Vorhänge zu. Sky antwortete nicht.
„Gute Nacht“ Adrina schloss die Zimmertür und Sky konnte ein klicken vernehmen. Sie hatte die Tür abgeschlossen.
Schweigend starrte Sky an die Decke und ließ den vergangenen Tag Revue passieren. Er ging jede Einzelheit durch.
Da war das Schild, das ihn vor etwas gewarnt hatte. Dann war da Marlons Hund als Welpe… Danach war er hier aufgewacht.
Sky drehte sich auf die Seite und schloss die Augen. „Bitte, sei nur ein Traum“ wisperte er.

#26 RE: Anwesen: McFadden von Sky McFadden 11.06.2013 15:50

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Am nächsten Morgen wachte Sky schon früh auf und sein Magen knurrte. Er hatte mehr als schlecht geschlafen.
Immer wieder war er aufgewacht und war zum Spiegel gerannt, in der Hoffnung, dass er wieder
23 Jahre alt war. Doch dem war nicht so. Er war immer noch 11.
Seufzend stand er auf und lief mit hängenden Schultern in das Badezimmer. Eine Weile starrte er in den Spiegel und
schüttelte den Kopf. Er war immer noch ein Kind. Das war doch erbärmlich. Prüfend fuhr er durch seine Haare,
die etwas länger dunkler waren. „Brandon McFadden“ murmelte er leise und schüttelte wieder den Kopf.
Wie gewohnt griff Sky nach seinem Rasierschaum und verteilte ihn auf Wangen, Kinn und Hals. Erst als er den
Rasierer in der Hand hielt, hielt er inne und realisierte, was er gerade getan hatte. Seufzend ließ er den Kopf hängen und
begann dann zu lachen. Erst belustigt, dann verzweifelter. „Das darf doch nicht wahr sein“ murmelte er und
wusch sich das Gesicht. Es war doch zum heulen. Während er sich abtrocknete lief er in sein Zimmer zurück und
öffnete den Schrank. Das Handtuch ließ er auf den Boden fallen, während er die wenigen Sachen durchschaute,
die man anscheinend aufgehoben hatte. Sky erinnerte sich an einige Kleidungsstücke und war erstaunt,
dass sie ihm doch noch passten. Er zog eine Jeans an und fand sogar ein T-Shirt, das er damals gerne angezogen hatte.
Danach betrachtete er sich im Spiegel. Mit den Händen fuhr er durch seine Haare,
damit sie nicht in alle Himmelsrichtungen abstanden. Sky fühlte sich unwohl. Das war nicht er der ihn anschaute.
Eigentlich ja schon, doch dieses Gesicht… Wieder befühlte Sky sein Gesicht und seufzte.
Doch anscheinend war er es doch. Als Sky hörte, wie die Tür geöffnet wurde, schloss er den Schrank und drehte sich um.
Adrina stand in der Tür und schaute ihn lächelnd an. „Hast du gut geschlafen?“ fragte sie freundlich und
hob das Handtuch vom Boden auf. Ordentlich legte sie es in das Badezimmer und wandte sich wieder zu Sky um.
Dieser stand unschlüssig im Zimmer und schob seine Hände in die Hosentasche. „Ja, ganz okay“ antwortete er und
verließ dann den Raum. Er machte sich auf dem Weg nach unten in das Esszimmer.
Er lief an den Gemälden seiner Vorfahren vorbei, jedoch schenkte er ihnen keine Beachtung.
Adrina folgte ihm und verschwand dann in den Keller. Sky setzte sich an den Tisch und ließ die Beine baumeln.
„Guten Morgen, Brandon“ Charles erschien in der Tür und setzte sich ihm gegenüber.
„Guten Morgen,…“ Sky brach ab und schloss den Mund. Adrina kam zurück. „Guten Morgen Mr McFadden“ grüßte sie Charles und
goss ihm Kaffee ein. Am liebsten hätte Sky jetzt auch eine Tasse getrunken, doch Charles würde das sicher nicht erlauben.
Seufzend nippte er an seinem Kakao und begann seine Cornflakes zu essen.
Nach einer Weile kam ein Angestellter auf die Mädchen zu. Er flüsterte ihnen etwas zu und
sie schienen stumm miteinander zu diskutieren, bis Adrina tief durchatmete und langsam vortrat.
„Mr McFadden?“ sie blieb neben ihm stehen, doch er schien sie zu ignorieren. Sky hatte den Kopf gehoben und
beobachtete das Schauspiel. Anstatt einfach mit ihr zu reden… schoss es ihm durch den Kopf.
Doch er würde sich nicht einmischen. „Mr Fletcher ist da und würde sie gerne sprechen“ berichtete sie dann,
da Charles nichts gesagt hatte und Sky sah, dass sie die ganze Zeit einen Ring drehte, den sie am Ringfinger trug.
„Und warum schickst du ihn nicht rein?“ fragte Charles ohne sie anzuschauen. Adrina nickte, wandte sich ab und
lief an ihren Kollegen vorbei. Sky schaute ihr hinterher und dann wieder zu Charles. Egal was sie gemacht hätten,
es wäre falsch gewesen dachte er müde und aß weiter. Kurz darauf betrat Martin den Raum und
erlaubte sich alle Angestellten hinauszuschicken. Er schloss dann die Tür und setzte sich an den Tisch.
„Guten Morgen“ grüßte er Sky und Charles und goss sich dann Kaffee ein.
„Ihr seid ja beide sehr gesprächig heute Morgen“ kommentierte er gut gelaunt und holte dann einen Briefumschlag aus seiner Jacke.
Er warf ihn auf den Tisch und tat dann Milch in seinen Kaffee. Charles trank unbeeindruckt einen Schluck Kaffee und
schien einen Artikel in der Muggelzeitung zu lesen. Martin schaute von Charles zu Sky, der lustlos die Schüssel leer löffelte.
„Ihr McFaddens seid schrecklich. Ich hoffe euch ist das bewusst. Es ist immer wieder ätzend hier zu sein“ sagte er und
schüttelte den Kopf. Nun schaute Charles auf und betrachtete Martin neben sich.
„Danke für das Kompliment. Wir arbeiten hart für diesen Ruf“ sagte er und nahm den Umschlag.
Er öffnete ihn und holte den Inhalt heraus. Martin trank einen Schluck Kaffee und schaute zu Sky.
„Wie geht’s dir heute?“ fragte er ihn und musterte ihn. Sky schaute ihn nachdenklich an. „Gut“ antwortete er knapp und
schaute wieder zu seinem Vater. Dieser erhob sich. „Martin, fahr doch bitte mit Brandon in die Stadt.“ Charles legte ein
goldenes Kärtchen auf den Tisch. „Kauft die passenden Sachen für Hogwarts“ und legte eine weitere Karte daneben.
Dann machte er eine wegwerfende Handbewegung, als wäre es ihm egal was sie machen würden. Hauptsache sie waren weg.
Er verließ dann den Raum und schnell schnappte Sky sich die Kreditkarten, bevor Martin es tat. „Ha!“ rief er triumphierend und
lief ebenfalls aus dem Raum. „5 Minuten!“ rief er und verschwand nach oben. Kopfschüttelnd schaute Martin dem
Jungen hinterher und stand dann gemächlich auf. Er ging auf die Haustür zu, legte eine Hand an die Türklinke und
schaute wieder auf seine Uhr. „10… 9… 8…“ zählte er leise und hörte oben eine Tür zuknallen.
„3…2…“ Martin schaute auf und sah, wie Sky die Treppe runter kam. „Bist du mit dem Audi da?“ fragte er und öffnete die Tür.
„Nein“ antwortete Martin und folgte Sky. „BMW“ er öffnete den Wagen und Sky stieg auf den Beifahrersitz.
Er war froh, dass er aus dem Anwesen raus kam.
Gemeinsam mit der Muggelkreditkarte und der Zaubererkreditkarte fuhren sie in die Innenstadt von London.

#27 RE: Anwesen: McFadden von SaphiraKingsley 30.07.2013 15:44

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Ein Brief für Sky erschien, in der Hoffnung, dass er an ihn weitergeleitet würde.

Lieber Sky,

oh, was muss ich von dir hören?!
Ich mache mir solche Sorgen um dich!
Ich weiss nicht, was mit dir los ist, und ehrlich gesagt ist es vielleicht sogar besser, wenn ich es nicht weiss.
Dein letzter Brief hat mich sehr erschrocken.
Ich hoffe, dass du dich nicht in eine schlimme Sache verwickelt hast.
Wie dem auch sei:
Ich glaube dir und nehme die Sache sehr ernst.
Deswegen werde ich deine Bitte befolgen und erstmal Nichts tun.
Bitte gib auf dich Acht.
Ich werde auf dich warten, bis du wieder kommst um mir Red und Antwort zu stehn.

Deine Saphira

#28 RE: Anwesen: McFadden von Charles McFadden 03.08.2013 19:00

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Charles betrat am Morgen sein Arbeitszimmer, wo bereits der Stapel mit der Post lag.
Sie waren fein säuberlich in zwei Häflften aufgeteilt. Das eine war die Muggelpost, das andere
die Eulenpost der Zaubererwelt. Dessinteressiert nahm Charles den Zaubererstapel zur Hand und
ging ihn schnell durch, damit ihm das Wichtigste nicht entging. Bei Saphiras Brief hielt er inne und drehte
ihn in seiner Hand. Er war an Sky adressiert, doch konnte Charles das nicht aufhalten seinen Brieföffner,
in Form eines Dolches, zu nehmen und ihn zu öffnen. Er faltete den Brief auseinander und las ihn durch.
Da Sky ihm schon mitgeteilt hatte, dass in Hogwarts die Briefe streng kontrolliert wurden, war Charles
drauf und dran den Brief einfach dem Feuer zu übergeben. Doch er überlegte es sich anders.
Sein Sohn war in einer schweirigen Situation, das sah er ein. Und er wusste auch, dass in der nächsten Zeit
keine Besserung in Sicht war. Daher legte Charles den Brief vor sich hin, nahm seinen Zauberstab und
tippte dreimal drauf. Wortlos nahm er ein Pergament zur Hand und schrieb nur wenige Worte darauf,
da er Sky im Moment nichts zu sagen hatte. Er legte die Briefe zusammen, schob sie in einen Umschlag
und ging zu seiner Eule, die, als sie ihn sah, vor Schreck zurück hüpfte.
Mit dem Brief im Schnabel flog sie nach Hogwarts.
Jetzt war es an Sky den Brief zu verstehen.
Charles wandte sich, ohne noch einen weiteren Gedanken zu verschwenden, seiner Arbeit zu.

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