#1 Tor von Fabiola 05.03.2011 10:33

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„Methusalem, so helft uns!“, schrie Fabiola am schweren Tor mit ihren Soldaten.
Von draussen versuchten die Bürger es aufzuschlagen mit einer steinernen Säule.
„So eilt!“ 1[/size]
Methusalem lief ihnen durch den Gang entgegen, in seiner Hand ein paar weitere Bretter, während an ihm eiligst weitere Soldaten vorbeirannten, um mit Eisenstangen und schweren Holztafeln das Thor zu stützen.
„Ich eile doch, gewiss, Herrin“, rief der alte Diener, der in ruhigem Tempo auf das Thor zuschritt.
„Vergesst nicht, dass ich ein Abgeordneter Diener bin und stets in meinem Status zu bleiben habe.“
Er reichte Fabiola die Bretter.

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[size=85]1: Methusalem ist ein hoher altotopianischer Diener, der schon seit den Zeiten Xenox‘ dem König dient. Daher spricht ihn die Prinzessin mit Euch und Ihr an, was die grösste Ehrerbietung für eine Dienstperson bedeutet.

#2 RE: Tor von Olek 05.03.2011 13:46

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„Nieder mit dem König!“, tobte die Menge draussen.
„Er hat uns alle verraten!“
„Hoch lebe der Prinz! Hoch lebe Prinz Joel, der niemandem etwas getan hat!“
Angestrengt hielten die Soldaten das Thor und spickten jeweils einige Meter zurück, wenn von draussen die Säule gegen den Eingang schlug.
„Ihr werdet es nicht zu halten vermögen, Prinzessin“, sprach Methusalem in ruhigem, aber besorgten Ton.
„Damals auch nicht.
Ich bitte euch, kehrt weg aus dieser Gefahrenzone und betet für den König.“
Fabiolas Gesicht war mit Schweiss gebadet und ihre Stimme heiser von dem ganzen Schreien.
Doch auch sie hatte keine Hoffnung mehr. Niemand hatte das.
Drei Tage lang hatten sie sich tapfer geschlagen ohne weitere Hilfe, abgesehen von den Notrationen Douglas Androvskis.
„Macht weiter!“, rief Fabiola zu den Soldaten und weitere Bretter folgten.
„Macht weiter, haltet stand!“, rief nun einer der Offiziere und Fabiola zog Methusalem mit sich.
Sie lief mit ihm dem düsteren Gang entlang und entriss einer Wand die Fackel.
„Kommt, Methusalem. Ihr seid der Diener gewesen seit jeher. Wird man Euch töten, so ist die Geschichte unseres Volkes für immer verloren.“

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