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#46 RE: Tarabas Räume von JoelBrown 17.06.2009 16:05

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Joel beugte seinen Oberklörper darauf leicht und küsste den Ring von Tarabas.
Schliesslich richtete er sich auf und verstand auch, dass er gehen musste.
Noch einmal blickte er noch zu Evil, die Tür wurde geöffnet und Joel trat hinaus und ging Richtung seiner Räume zurück.

Joels Gemach

#47 RE: Tarabas Räume von Pegasus 17.02.2010 18:51

Pegasus sass auf einem Stuhl und blickte Richtung Bett.
Seine üblich, zufriedene Haltung war in diesem Momente nicht vorhanden, nein, der ehemalige König beobachtete bedenklich den Zustand Tarabas und schwebte selber in Überlegungen.
Was war die Ursache dieser plötzlich schweren Erkrangkung?

#48 RE: Tarabas Räume von Tarabas 17.02.2010 18:55

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Tarabas' Zustand war seltsam.
Einmal ging es ihm gut, einmal furchtbar schlecht.
Doch er war schlecht und fieberte vor sich her, während er ab und zu vor sich hinzitterte.
Dieser Zustand änderte sich durchgehend nie.
Und gerade jetzt wo Pegasus bei Tarabas war, ging es Tarabas nicht gut.
Zumindest wollte er es selbst nicht, das es ihm gut ging.
Ja, sein Onkel sollte ruhig mitleid mit ihm bekommen!

#49 RE: Tarabas Räume von Pegasus 17.02.2010 19:00



Pegasus fuhr sich mit dem Finger immer wieder studierend am Kinn entlang.
Konnte es sein, oder hatte dieser ganze Wandel, der Otopia gerade durchmacht einen Zusammenhang mit Tarabas?
Eine Unzufriedenheit bei seinen Beratern?
Oder aber Sumpfwesen?
"Kann es sein, oder hat sich der Zustand plötzlich etwa nachdem Wein verändert?", brach er auf einmal die Stille.

#50 RE: Tarabas Räume von Tarabas 17.02.2010 19:02

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Doch stille.
Nein, Tarabas hatte keine Kraft zu sprechen!
Zumindest jetzt nicht. xD
So hielt dieser die Augen geschlossen und sträubte sich seinem Onkel Antwort zu geben.

#51 RE: Tarabas Räume von Pegasus 17.02.2010 19:10

Pegasus blickte überlegend zu diesem und dachte nach anderen Gründen nach.
Von Tarabas würde er jedenfalls keine Antwort bekommen, da müsste er schon aus dem Zimmer raustreten und jemanden den Auftrag dazu geben.
Leicht musste Pegasus im innern deswegen friedlich auflächeln.
Typisch Tarabas, ja selbst in diesem Zustande war er doch einfach herzallerliebst.

#52 RE: Tarabas Räume von Tarabas 18.03.2010 14:29

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"Der König ist sehr schwach", sagte Balthasar, der schon zu Zeiten Pegasus' und Nicolas ein treuer Arzt gewesen war.
"Sein Zustand wechselt ständig, es ist mir als sammle er sich immer wieder Kraft, aber bevor er genug erhalten hat, sinkt sein Befinden wieder, äusserst merkwürdig."
Tarabas' lag ans Bett gefesselt, totenblass und sehr verschwitzt.
Einige Diener lagen tot am Boden, noch vom letzten Anfall, doch der König hatte wieder etwas Kraft verloren und fieberte vor sich her.
Balthasar verräumte seine Instrumente, für ihn war das alles seltsam und rätselhaft.
Und wenn es doch nun eine Krankheit im Kopf wäre?
Wenn der König geisteskrank würde?
Gott behüte, dann müsste man ihn töten.
Auf keinen Fall dürfte man in seinen Kopf bohren, wie man es bei manch anderen so tun würde.
Doch ein König der nicht mehr klar denken konnte, war kein König für das Volk und eine Unehre Otopias.
Solch heikle Tatsachen mussten verschwiegen werden.
Doch was hatte er?
War es wirklich das Gehirn?
Und wenn nicht, was sonst?
Sein Verhalten war unmöglich, die Zustandsschwankungen unerträglich zu beurteilen und für den technisch sehr altmodischen Stand der Ärzte in Otopias unerklärbar.
"Von heute an, sollen keine Besucher den König mehr stören. Das Risiko der Ansteckung ist zu gross, berichtet König Pegasus davon und sorgt für seine Abreise."
Balthasar hustete kurz und er ging dann hinaus.

#53 RE: Tarabas Räume von Tarabas 03.07.2010 14:47

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Im Schloss herrschte es bereits seit Wochen totenstille.
Der König war krank, und sein Gesicht gezeichnet von Schweiss und Totenblässe.
Wie viele Ärzte wollten sie ihm noch schicken?
Sie sagten alle Dasselbe und doch half keiner.
Nach aussen zum Volk hielt man die Sache geheim.
Zwar war vor ein paar Monaten das Gerücht Tarabas' Unwohlsein in die Öffentlichkeit gedrungen, doch seither hatte man nichts mehr gehört und im Schloss schien das Leben seinen normalen Lauf zu nehmen.
Von aussen her gesehn.
Innen jedoch war die Zeit stehn geblieben.
"Majestät", Aleander war herein getreten.
Er senkte sein Haupt und blieb am Eingang des Gemaches stehn.
Tarabas stand vor den Gitterstäben seines kleinen Fensters, die einen weiteren Schlossteil zeigten.
Er drehte sich um zu seinem Berater, das Gesicht mit roten Flecken bedeckt und eine warme Decke um seinen Körper geschlungen.
"Ihr habt mich rufen lassen, König."
"Eine Verordnung", sagte Tarabas und er stützte sich am Rand eines Pfeilers zu seiner Linken.
Eiligst kamen Diener herbei, die Tarabas einen tragbaren Thronsitz hinstellten, doch dieser weigerte sich, sich zu setzen.
"Ich wünsche-"
Tarabas brach ab und zwei Diener hielten ihn fest, damit er nicht zusammen kippte.
Aleander blieb in seiner gebückten Haltung knien und wartete.
Es juckte ihn in den Fingern Tarabas zu unterbrechen mit einem typischen: Aber Majestät, Ihr solltet euch nicht anstrengen, dem Volk geht es gut, Ihr braucht euch nicht zu sorgen.
Jedoch nach dem letzten Wutausbruch, in dem so einige ums Leben gekommen waren, hütete er sich aufs genauste.
Tarabas mochte jetzt zwar sehr schwach sein. Doch er hatte immer noch seinen Stolz und seine Kraft zum Kämpfen, wann es sein musste.
"Ich wünsche, dass du das Volk wissen lässt, dass ich jeden Heiler - der sich dazu instande sieht zu erkennen, was mir fehlt und mich zu heilen - empfangen werde. Jeder, der-"
Tarabas brach ab und Aleander bewegte unruhig sein Knie.
Tarabas hingegen griff nach Luft und er setzte sich auf den Thron.
Er blickte zu Aleander und sein Blick wurde entschlossen und seine Haltung aufrecht.
"Demjenigen, dem es gelingt mir zu helfen soll meine Ehre zuteil werden und er soll bekommen, was er verlangt. Allen anderen, die es nicht schaffen, denen Gnade Gott. Ich werde ihre Köpfe am Stadttor unseres heiligen Landes plazieren lassen, damit jeder sieht, was es heisst seinem König töricht und übermütig entgegen zu treten."
"Wie Ihr wünscht, Majestät."

#54 RE: Tarabas Räume von Marcellus 05.03.2011 13:58

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Eine weitere Tür sprang auf.
Die Gemächer des Königs.
„Wo bist du, Tarabas?“, rief Marcellus wütend, der sämtliche Statuen zu Boden warf und seinen Gegner suchte.
„Feigling! Versteckst du dich?
Ich bin hier um Rechenschaft zu fordern, also gewähre sie mir!“

„Ihr wollt Rechenschaft? Dann fordert sie von mir und kämpft mit mir.“
Hinter Marcellus stand Cyramo, der sein Schwert gehoben hatte und hasserfüllt zu dem Merchisten sah.
Marcellus drehte sich langsam zu dem Prinzen um Verachtung zeichnete seinen Blick.
„Du…Prinz…noch nicht einmal 20 Jahre jung…willst gegen mich kämpfen? Mich?“
Er schnaubte leicht auf und zog dann ebenfalls sein Schwert.
Er trat einen Schritt auf Cyramo zu, dieser blieb standhaft stehen.
„Mut alleine kann dich nicht zu einem erfahrenen Schwertkämpfer machen, junger…törichter Prinz.
Geh zur Seite, oder heute werden zwei Könige sterben.“

„Soweit seid Ihr also schon in Eurer Unehre“, sagte Cyramo, der ernst zu Marcellus sah.
Der Merchist blieb direkt vor ihm stehn und wartete, was der Jüngling ihm zu sagen hatte.
„Ihr seid zu einem Tier geworden, Marcellus. Mich in Eurer Ausdrucksweise so zu behandeln, glaubt Ihr etwa Euer Vater hätte sich soweit erniedrigen lassen?“ 2[/size]
Marcellus schrie auf und schlug aus nach Cyramo, den er nur knapp verfehlte. Der Kampf begann.
Eilig rannte der Prinz aus den Gemächern, der Merchist ihm hinterher.

--

[size=85]2: Marcellus spricht den Prinzen und den König mit „Du“ an, was ihn eine böse Erniedrigung ist. Auch wenn er erzürnt ist und vielleicht aus Menschlicher Sicht ganz normal handelt, so ist es bei den Otopianern dennoch üblich, ja sogar Pflicht der eigenen Ehre gegenüber, seinen Feind trotzdem immer mit Respekt gegenüber zu treten. So hat beispielsweise Milexûs an seinem Todestag den König ebenfalls mit „Euch und Ihr“ beschuldigt. Marcellus hält sich in seiner ganzen Rage nicht daran.

#55 RE: Tarabas Räume von Cyrill 05.03.2011 14:08

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Cyrill kam mit Luciana im oberen Stock an.
Er wusste wo Tarabas‘ Gemächer waren, so gut wie er das ganze Schloss kannte.
Er lief mit ihr durch die offnete Türe und als erstes sahen sie allerlei Scherben am Boden.
Stickige Luft war in den Räumen; das Gemach bestand aus 3 Teilen.
„Wir müssen dem König aufhelfen“, sagte Cyrill, der schnell eintrat, sich umblickte und im linken Nebenzimmer verschwand.
Am Türrahmen blieb er stehn und blickte auf die Menge von hockenden Frauen am Boden.
Er hielt inne.
Ihre Gesichter waren alle Verdeckt und in dem Raum stank es nach Angst und purem Tod.
Schnell kam er wieder hinaus und nahm Lucianas Hand.
Er fuhr sich über die Stirn.
„Rechts ist sein Schlafgemach“, sammelte er sich und trat mit ihr hinein.
Leise und bedächtig, falls der König hoffentlich darin liegen würde.
Doch das war nicht der Fall.
Eine grosse Ladung Weihrauch duftete ihnen entgegen, das ganze Zimmer war abgedunkelt und voll mit irgendwelchen arzneiischen Salben und Düften.
Das Bett war leer.
Einige Tücher Lagen am Boden, goldene und silberne Masken lagen auf dem Tisch an der Seite – aber keine Spur von König Tarabas.
Wenn er also nicht hier war, konnte er nur noch an einem Ort sein.
„Er ist im Thronsaal.“

#56 RE: Tarabas Räume von Luciana Thunderstorm 05.03.2011 14:21

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Luciana hielt vor Anspannung den Atem an.
Sie stand in den Räumen eines großen Königs. Sie fühlte sich schon ein wenig
wie ein Eindringling. Bedächtig folgte sie Cyrill in den Schlafraum und betarchtete die vielen masken und Tücher
auf dem Boden. Schließlich blieb er Blick an dem Bett hängen.
"Ist der König vielleicht geflohen?"

#57 RE: Tarabas Räume von Cyrill 05.03.2011 14:23

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Cyrill schüttelte den Kopf.
Nicht Tarabas.
Die Minister vielleicht, Aleander...aber nicht der König.
"Nein, Luciana, bestimmt nicht", sagte er ihr.
"Zu fliehen ist mit Abstand das Unehrenhafteste, was ein Otopianer überhaupt tun kann."

#58 RE: Tarabas Räume von Luciana Thunderstorm 05.03.2011 14:40

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Luciana senkte den Blick.
"Ja entschuldige ich habe nicht nachgedacht" sagte sie.
Natürlich, das hätte sie sich denken können. Gerade der König würde doch nicht fliehen!
"Also auf in den Thronsaal?"

#59 RE: Tarabas Räume von Cyrill 05.03.2011 14:42

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Cyrill nickte.
Ja, bestimmt war er im Thronsaal.
"Der ist gleich nebenan, komm."
Sie eilten dann los.

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